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	<title>Patientenbericht Archive - OKIJU Stiftung</title>
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	<title>Patientenbericht Archive - OKIJU Stiftung</title>
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		<title>Agnes</title>
		<link>https://www.okiju-stiftung.de/2023/04/19/agnes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[OKIJU]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2023 15:39:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Patientenbericht_Agnes]]></category>
		<category><![CDATA[Agnes]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenkrebs]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400;">Krebs ist ein Arschloch. Echt ein riesiges Arschloch.</p>
<p style="font-weight: 400;">Genau so hab ich ihn in meinen Tagebüchern bezeichnet und mit der Kampfansage &#8222;Du hast Dir die Falsche ausgesucht&#8220; meinen Kampf gegen Knochenkrebs begonnen.</p>
<p>Mit 14 Jahren wurde bei mir ein  Ewing-Sarkom im linken Oberschenkel diagnostiziert, zu einer Zeit, in der meine einzigen Sorgen Matheprüfungen und die Wahl meiner Kleidung waren. Die Diagnose traf mich so hart. Ich fühlte mich plötzlich von der Pubertät ins Erwachsenenalter katapultiert.</p>
<p>Meine Knieschmerzen begleiteten mich mindestens ein Jahr lang und trotz vieler Arztbesuche, Untersuchungen und Spritzen gab es keine wirkliche Erkenntnis. Ich hörte Sätze wie &#8222;Mach mehr Sport&#8220; oder &#8222;Das sind Wachstumsschmerzen&#8220;, die mir und meine Eltern das Gefühl gaben, zu übertreiben und nicht ernst genommen zu werden.</p>
<p>Im Jahr 1994 im Urlaub in Portugal wurden die Schmerzen so stark, dass ich nicht mehr normal laufen konnte. Meine Eltern bestanden darauf, dass ein Röntgen meines Knies gemacht wurde. Der behandelnde Arzt erkannte sofort nach einem kurzen Blick auf das Bild, dass es etwas Ernstes war, und überwies mich zur Behandlung an die Uniklinik in Ulm.</p>
<p style="font-weight: 400;">Eine Biopsie ergab innerhalb weniger Tage die wohl schlimmste Diagnose. Innerhalb eines Jahres erhielt ich 14 Chemotherapien, ca. 30 Bestrahlungen und eine Operation zur Entfernung des Tumors. Bei der Operation hatte ich die Wahl zwischen einer Umkehrplastik, einer Amputation und dem Einsatz einer Tumorendoprothese. Ich entschied mich für die letztere Option, da die Prognose besagte, dass die Prothese etwa 10-15 Jahre halten könnte, und ich mein Bein behalten wollte.</p>
<p>Nach unglaublichen 27 Jahren brach meine Endoprothese im Sommer 2022 aufgrund einer Materialermüdung und wurde in der Uniklinik in Münster teilweise ersetzt und erweitert. Obwohl ich durch die Endoprothese eingeschränkt bin und nicht wild herumspringen oder rennen kann, führe ich mittlerweile ein glückliches und normales Leben. Ich konnte Erwachsen werden, feiern, tanzen und die Welt bereisen.</p>
<p>Ich bin jetzt fast 43 Jahre alt, glücklich verheiratet und Mutter eines wunderbaren Sohnes. Bei jeder Sicherheitskontrolle am Flughafen sorge ich für Aufmerksamkeit, aber das ist ein kleiner Preis im Vergleich zu dem, was ich überwunden habe.</p>
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		<title>Jennifer</title>
		<link>https://www.okiju-stiftung.de/2023/04/12/jennifer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[OKIJU]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2023 12:33:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Patientenbericht_Jennifer_Gotta]]></category>
		<category><![CDATA[Jennifer]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenbericht]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400;">Im Alter von 6 Jahren, kurz vor meiner Einschulung, erhielt ich die Diagnose metastasiertes Osteosarkom.</p>
<p style="font-weight: 400;">Aufgrund der zum Zeitpunkt der Diagnose bereits ausgeprägten pulmonalen Metastasierung entschieden wir uns trotz der vorhergesagten schlechten Prognose für eine intensive Therapie. Es folgten daher viele Chemotherapien und Operationen. Unter anderem wurde mein rechtes Bein amputiert und ich erhielt eine Umkehrplastik, bei dem der Unterschenkel um 180° gedreht wird und der gedrehte Fuß die Funktion des Knies ersetzten soll.</p>
<p style="font-weight: 400;">Nach ca. einem Jahr Chemotherapie, Amputation und Resektion der Lungenmetastasen wurde ich schließlich als tumorfrei entlassen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ich bekam meine erste Prothese und lernte wieder neu zu laufen, ging zum ersten Mal in die Schule und versuchte wieder ein normales Leben zu führen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-866 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_02.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_02" width="543" height="620" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_02.jpg 543w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_02-480x548.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 543px, 100vw" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-874 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_03.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_03" width="815" height="617" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_03.jpg 815w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_03-480x363.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 815px, 100vw" /></p>
<p style="font-weight: 400;">1,5 Jahre später stellte sich in der Nachsorge heraus, dass sich neue Lungenmetastasen entwickelt haben. Es erfolgte erneut eine Chemotherapie und eine weitere Operation zur Entfernung der Lungenmetastasen wurde durchgeführt. Alle Lungenmetastasen konnte erneut erfolgreich entfernt werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">
<p style="font-weight: 400;">Nach 9 Monaten in Remission wurden wieder neue Lungenmetastasen entdeckt. Zum Glück hatte ich einen wunderbaren Arzt, der die Hoffnung hatte, alle Metastasen erneut entfernen zu können. Die ganze Therapie mit Chemotherapie und Operation wiederholte sich also erneut. Glücklicherweise konnten wieder alle Metastasen entfernt werden und ich konnte wieder anfangen ein Leben außerhalb vom Krankenhaus zu führen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-873 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_04.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_04" width="565" height="779" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_04.jpg 565w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_04-480x662.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 565px, 100vw" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-872 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_05.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_05" width="586" height="779" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_05.jpg 586w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_05-480x638.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 586px, 100vw" /></p>
<p style="font-weight: 400;">10 Monate später bemerkte ich eine Schwellung meines linken Knies. Ein MRT zeigte dann den unerwartenden Befund: Osteosarkom des linken Oberschenkels. Wie damals bei der Erstdiagnose, nur diesmal am anderen Bein. Zuerst konnte dies keiner so richtig fassen, selbst die Ärzte nicht. Ein sogennantes metachrones Osteosarkom tritt nämlich nur in ca. 3- 5% der Osteosarkompatienten auf und selbst das Auftreten einer Osteosarkomen-Diagnose ist schon recht selten (<em>Inzidenz: </em>zwei bis drei Neuerkrankungen pro 1 Million Einwohner pro Jahr). Glücklicherweise zeigten sich in der durchgeführten Computertomografie der Lunge keine neuen Metastasen.  Wir versuchten daher erneut den Kampf gegen den Krebs zu gewinnen.</p>
<p style="font-weight: 400;">
<p style="font-weight: 400;">Nach weiteren Zyklen Chemotherapie, Resektion des Tumors und Implantation einer Tumorendoprothese konnte ich erneut als tumorfrei entlassen werden. Seit über 10 Jahren bin ich nun krebsfrei und hoffe sehr, dass dies auch so bleibt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-861 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_01-scaled.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_01" width="1924" height="2560" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_01-scaled.jpg 1924w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_01-1280x1703.jpg 1280w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_01-980x1304.jpg 980w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_01-480x639.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1924px, 100vw" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-871 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_06.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_06" width="803" height="739" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_06.jpg 803w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_06-480x442.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 803px, 100vw" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Durch die langjährige Therapie hatte ich schon früh viel Kontakt mit medizinischen Themen, sodass ich mich nach dem Abitur dazu entschieden habe, Medizin zu studieren. Letztes Jahr habe ich mein Medizinstudium abgeschlossen und bin seitdem als Assistenzärztin in der Onkologie tätig. Ich habe immer noch Kontakt zu meinen behandelnden Ärzten und durfte sogar die Ehre haben, bei meinen behandelnden Onkologen von damals zum Thema Osteosarkom, zu promovieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-870 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_07.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_07" width="543" height="1084" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_07.jpg 543w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_07-480x958.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 543px, 100vw" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-869 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_08.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_08" width="812" height="1078" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_08.jpg 812w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_08-480x637.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 812px, 100vw" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Der Krebs hat mein Leben verändert, aber ich hätte nie gedacht, dass er mein Leben auch auf positive Weise verändern kann. Durch den Krebs haben sich auch viele schöne Dinge und Freundschaften entwickelt, die ich vorher nie erwartet hätte. Beispielsweise durfte ich durch meine Prothese Teil der deutschen paralympischen Ruder-Nationalmannschaft sein und an nationalen und internationalen Meisterschaften im Rudern teilnehmen. Ich bin Ärztin geworden und kann meine Erfahrungen an andere Betroffene weitergeben und ihnen Mut machen. Ich habe viele großartige Menschen kennengelernt, die ich wahrscheinlich sonst nie getroffen hätte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-868 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_09.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_09" width="488" height="598" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_09.jpg 488w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_09-480x588.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 488px, 100vw" /></p>
<p style="font-weight: 400;">
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-867 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_10.jpg" alt="Patientenbericht_Jennifer_Gotta_10" width="669" height="592" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_10.jpg 669w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/04/Patientenbericht_Jennifer_Gotta_10-480x425.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 669px, 100vw" /></p>
<p style="font-weight: 400;">
<p style="font-weight: 400;">
<p style="font-weight: 400;"></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div>
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		<title>Tom</title>
		<link>https://www.okiju-stiftung.de/2023/03/29/tom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[OKIJU]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2023 07:43:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Patientenbericht_Tom]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Tom]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400;">Manchmal versuche ich die Einschränkungen meiner Behinderung vor fremden Leuten zu verstecken, aber ich selbst kann davor nicht fliehen. Nachts liege ich im Bett und spüre das Metall in meinem Bein, als ob es sich hochzieht bis in meinen Kopf.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ich spüre, wie mein Körper unter der Operation, der Chemo, und der Erkrankung gelitten hat. Es macht mich traurig. Ich fühle mich alleingelassen und sorge mich, wie stark die Folgen meiner Krebserkrankung mein Leben beeinträchtigen wird.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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		<title>Ein Freund berichtet…</title>
		<link>https://www.okiju-stiftung.de/2023/03/29/ein-freund-berichtet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[OKIJU]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2023 07:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Patientenbericht_Freund_Moritz]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenbericht]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400;">11. Klasse, nächstes Jahr Abi und dann – Reisen, Feiern, Studieren gehen. Ganz normale Pläne eben.</p>
<p style="font-weight: 400;">So ging es auch Fritz und mir, damals im Sommer 2014.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch alles sollte anders kommen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Fritz, ein bis dahin kerngesunder, sportlicher Typ klagte in dieser Zeit immer wieder über Schmerzen im Knie. Ein Besuch beim Orthopäden blieb ergebnislos. „Wachstumsschmerzen, Sehne überdehnt – jedenfalls aber nichts dramatisches“, hieß es auch beim erneuten Besuch beim Arzt.</p>
<p style="font-weight: 400;">Nur dank des vehementen Betreibens seiner Mutter, glücklicherweise ebenfalls Medizinerin, suchte Fritz einen weiteren, diesmal Spezialisten auf.</p>
<p style="font-weight: 400;">Diagnose: Osteosarkom.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ein Schock für uns alle. Wir wussten, dass es ein langer und schwieriger Weg sein würde, um wieder gesund zu werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Chemotherapie, Bestrahlung, Operationen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Aber Fritz hat nie aufgegeben und hat mit Unterstützung seiner Familie, Freunde und Ärzte jeden Schritt auf dem Weg der Genesung gemeistert.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sein Kampf gegen den Krebs hat mich gelehrt, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft und dass es wichtig ist, die Zeit, die wir haben, zu schätzen und das Beste daraus zu machen. Ich bin dankbar, dass ich während dieser schweren Zeit an seiner Seite sein konnte und dass er seinen Kampf gegen den Krebs gewonnen hat.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ich bin unendlich stolz auf ihn und bewundere seinen Mut und seine Entschlossenheit, die ihm geholfen haben, diese Herausforderung zu meistern.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und noch jemand findet meine Bewunderung. Fritz Mutter.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ohne ihre Hartnäckigkeit und ihr Fachwissen hätte die Erkrankung möglicherweise nicht rechtzeitig erkannt werden können.</p>
<p style="font-weight: 400;">In vielen Fällen nämlich wird die Diagnose erst spät gestellt, da die Symptome zunächst oft mit Verletzungen oder Wachstumsschüben verwechselt werden. Doch je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Deshalb ist es wichtig, das Bewusstsein für Osteosarkom zu schärfen und Eltern, Ärzte und Patienten darüber aufzuklären, welche Symptome auf diese seltene Krebsform hindeuten können. Nur so können wir erreichen, dass die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird, um die Überlebenschancen zu verbessern.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Geschichte von Fritz zeigt, dass Krebs jeden treffen kann, unabhängig von Alter oder Lebensstil. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen, aufeinander achten und uns für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitmenschen einsetzen – ebenso wie Okiju es tut. Danke dafür!</p>
<p style="font-weight: 400;">Moritz</p></div>
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		<title>Till</title>
		<link>https://www.okiju-stiftung.de/2023/03/24/till/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[OKIJU]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2023 14:21:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Patientenbericht_Till]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Till]]></category>
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<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Es war Dezember 2019 als unser älterer Sohn Till über Schmerzen im linken Kniegelenk klagte. Im Alter von 15 Jahren haben wir uns als Eltern darüber zunächst keine Sorgen gemacht. In der Vergangenheit hatte Till in den Wachstumsphasen mehrfach über Beschwerden in den Kniegelenken geklagt. Es gab also für uns keinerlei Veranlassung, an etwas anderes als „Wachstumsschmerzen“ zu denken.</span></p>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun"></span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Im Januar 2020 begann für Till eine Zeit des Umbruchs mit Schulwechsel und Besuch eines Internats. Die Beschwerden traten hierdurch in den Hintergrund. Unser Kinderarzt konnte bei einer Untersuchung des Knies auch nichts feststellen und verwies bei Beschwerdepersistenz an einen Orthopäden. </span><span class="eop"> </span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Im Februar nahmen die Beschwerden zu, so dass Till zeitweilig eine Kniebandage trug.</span></p>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun"></span></p>
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<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Am Wochenende vor seinem 15. Geburtstag zeigte Till uns sein Knie und sagte: „Jetzt sieht man was.“</span><span class="eop"> </span></p>
<p class="paragraph"><span class="eop"></span></p>
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<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Tatsächlich war oberhalb des Kniegelenks an der Außenseite eine leichte Schwellung zu erkennen. Dass es sich dabei um Knochenkrebs handeln könnte, kam uns als Eltern, obwohl wir beide Mediziner sind, immer noch nicht in den Sinn. </span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Ein MRT zeigte dann den Befund: Osteosarkom des Oberschenkelknochens. Eine ergänzend durchgeführte Computertomografie der Lunge brachte das ganze Ausmaß der Erkrankung zu Tage: 7 Lungenmetastasen!</span></p>
<p class="paragraph"><span class="eop"></span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Das Chaos im Kopf, die ständig kreisenden Gedanken besserten sich erst nach einem Gespräch in der Kinderonkologie der Uniklinik Essen. Der Fahrplan für die nächsten Monate stand fest: Chemotherapie, Knie-OP mit Implantation einer Tumorendoprothese, Chemotherapie, beidseitige Lungen-OP, Chemotherapie – bis November 2020. Ein schwieriger Weg lag vor uns, aber wir hatten ein klares Ziel vor Augen!</span></p>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun"></span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Ab diesem Zeitpunkt funktionierten wir nur noch, alles stand im Zeichen der Krankheit.</span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Die Operationen hat Till sehr gut überstanden; er kam schnell wieder auf die Beine. Was an ihm gezehrt hat, waren die vielen Krankenhausaufenthalte und die Chemotherapie. Wegen der Übelkeit konnte er nicht essen, wog nach 6 Kursen Chemotherapie noch gut 42kg. Und die ständigen Aufenthalte in der Kinderklinik waren für einen Heranwachsenden auch eine echte Herausforderung. </span><span class="eop"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-822 size-large" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/03/Till-Theuerkauf-02-846x1024.jpg" alt="Patientenbericht Till Theuerkauf" width="846" height="1024" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" /></p>
</div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Trotzdem hat er nicht einen Tag daran gezweifelt, dass er wieder gesund wird. Er ließ alle Therapien über sich ergehen, ignorierte ansonsten aber seine Erkrankung vollständig. Sie war für ihn praktisch nicht existent. Das blieb auch so, als im April 2021 in einer Computertomografie der Lungen ein neuer Herd an der linken Brustwand zu sehen war.</span></p>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun"></span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Der Alptraum begann erneut!</span><span class="eop"> </span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Wieder eine Lungen-OP und erneute Chemotherapie. Diesmal zusätzlich noch Bestrahlung der Brustwand. Bis kurz vor Weihnachten im Dezember 2021. Danach Antikörpertherapie, die aber aufgrund der Nebenwirkungen nach einigen Wochen abgebrochen werden musste.</span></p>
<p class="paragraph"><span class="eop"></span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Till ist jetzt seit über einem Jahr nach Abschluß der Therapien tumorfrei. Er hat zwei gebrochene Rippen im Bestrahlungsgebiet, die ihm aber keine Beschwerden bereiten. Mit der Knie-Prothese kommt er im Alltag sehr gut zurecht.</span></p>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun"></span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">„Wenn man nicht weiß, dass du eine Prothese trägst, sieht man es fast nicht.“, bekommt er sehr oft zu hören.</span></p>
<p class="paragraph"><span class="eop"></span></p>
</div>
<div>
<p class="paragraph"><span class="normaltextrun">Für uns Eltern ist es einfach toll zu sehen, wie Till sich nach fast 2 Jahren Krankheit und vielen Therapien wieder in sein normales Leben zurückgekämpft hat.  Während der Krankheitsphase hat er uns mit seiner Zuversicht immer wieder Mut gemacht: „Macht euch keine Sorgen. Ihr wisst doch, dass ich immer Glück habe.“</span><span class="eop"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-823 size-full" src="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/03/Till-Theuerkauf-03.jpg" alt="Patientenbericht Till Theuerkauf" width="433" height="600" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" srcset="https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/03/Till-Theuerkauf-03.jpg 433w, https://www.okiju-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/03/Till-Theuerkauf-03-217x300.jpg 217w" sizes="(max-width: 433px) 100vw, 433px" /></p>
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		<title>Franni’s Schlüsselmoment</title>
		<link>https://www.okiju-stiftung.de/2022/12/15/frannis-schluesselmoment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[OKIJU]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2022 11:42:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Patientenbericht_Franni]]></category>
		<category><![CDATA[begleiten]]></category>
		<category><![CDATA[Franni]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselmoment]]></category>
		<category><![CDATA[sterben]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Wie es ist, eine Freundin beim Sterben zu begleiten? </h2>
<p>Franni erzählt, wie sie in ihrer Rolle als Krankenschwester und als Freundin ihre Freundin Lina beim Sterben begleitet hat. Lina ist an einem Osteosarkom mit Lungenmetastasen gestorben. Wie Franni das erlebt hat, wie es ihr dabei erging und was ihr Schlüsselmoment war, berichtet sie im folgenden Video.<br />(Quelle: Thomas Malik)</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.okiju-stiftung.de/2022/12/15/frannis-schluesselmoment/">Franni’s Schlüsselmoment</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.okiju-stiftung.de">OKIJU Stiftung</a>.</p>
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